Sexismus bei der KURIER Nachwuchs-Challenge?

Keine Angst. Das wird kein Mimimi, weil nur drei Burschen, aber zwölf Mädchen bei der Aktion  „KURIER Nachwuchs Challenge“ seit Anfang Juli dabei sind.  Offenbar waren keine gleich qualifizierten männlichen Volontäre zu finden, die den Vorzug bekommen hätten, bis 50% erreicht waren. Nein es geht mir um etwas anderes.  Nicht um #50prozent Erbenszählung, wie es im Netz so gern bei Podiumsdiskussionen gemacht wird („Sind da mehr Männer am Diskutieren? #Aufschrei!“) sondern um die Art und Weise wie auf Ungleichverteilungen reagiert wird:

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„Jungen Menschen, die sich für Journalismus begeistern, bietet der KURIER seit Jahrzehnten Möglichkeiten für die berufliche Information und Ausbildung an. „Das KURIER Medienhaus will noch mehr junge Menschen als Leser erreichen, deshalb bieten wir ihnen im Rahmen der Nachwuchs Challenge an, an der Gestaltung und Weiterentwicklung unser Medienkanäle teilzunehmen,“ erklärt KURIER Herausgeber Helmut Brandstätter.

Aber solche ungleichen Verhältnisse in der Geschlechteraufteilung sind nicht nur in diesem Bereich vorhanden, es gibt sie auch in naturwissenschaftlichen Sektor.  Dort allerdings wird mit aller Macht daran gearbeitet, dies zu ändern. Hier im Journalistik-Bereich ist es kein Problem, dass kaum mehr Männer nachrücken.  In den oberen Etagen wird mit Quote dafür gesorgt, dass Frauen die „Bevölkerungsrepräsentanz“ bekommen. Ganz unten sorgt man mit ganz einfach offen gelebten Sexismus dafür.  Oder doch nicht? Ist vielleicht nur weniger männlicher Nachwuchs interessiert an diesem Beruf? Und das gilt dann nicht für die Bereiche wo der weibliche Nachwuchs angeblich fehlt?  In dem einen Fall ist es Diskriminierung, man hält die Mädchen ab davon sich für Technik zu interessieren und nimmt ihnen das LEGO Roboterbauset als Jugendliche weg?  Wer genau hindert Mädchen daran sich für Programmierung mit 10 Jahren zu begeistern? Vielleicht diejenigen die finden das pinkfarbenen Girl-only Spielsachen voll in Ordnung sind?

Was wir brauchen ist mehr Hinschauen, was Kinder wollen und sie nicht schon im Kindergartenalter in Geschlechter zu teilen.  Wir benötigen mehr Akzeptanz wenn Buben mit „Mädchenspielzeug“ hantieren und Girl-Only, jede Geschlechterapartheid sollte in unserer Gesellschaft geächtet werden. Ein Boy-Only sucht man vergeblich. Mädchen könnten problemlos „technisches Jungenspielzeug“ ausprobieren. Aber Mütter (und Väter) finden das oft nicht so „süß“  als wenn Mädchen rosa gekleidet Barbies herumwirbeln. Und dann interessieren sich diese Mädchen nicht für Technik. Welche Überraschung!  „DIE Männer wollen keine Frauen in ihren Bereichen“ so das Klagelied der logkibefreiten Geschlechterideologie. „Weil sonst wären ja viel mehr Frauen in der Wissenschaft/Technik“, ist die Begründung für die Anklage.  Und DIE Frauen wollen keine Männer in ihren Bereichen? Weil sonst wären ja viel mehr Burschen jetzt bei der Nachwuchs-Challenge des KURIER. Und in den Schulen, den Kindergärten. Oder wie ist das zu verstehen?

Es ist höchste Zeit für die jungen Männer Partei zu ergreifen. Es ist höchste Zeit für gleiche Menschenrechte für alle. Es ist allerhöchste Zeit für Gleichwertigkeit, statt Gleichmacherei.

Für ein faires Miteinander Gerhard Kaspar
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Bildquelle: http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20150709_OTS0131/das-kurier-medienhaus-startet-die-kurier-nachwuchs-challenge-bild

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