Zwölfjährige läßt sich ein Kind machen von 40 Jährigem!

Was für ein Titel! Seid ihr so richtig empört? Das muß gleich einen Shitstorm geben. Weil wie kommt ich dazu, hier Täter-Opfer Rollen umzudrehen? Wie komme ich dazu, so etwas auch nur zu denken? Ein Zwölfjährige „läßt sich nichts machen“ von einem vierzigjährigen Täter, richtig? Eine Zwölfjährige wird sexuell mißbraucht und muß das Kind des Vergewaltigers austragen.  Das ist Fakt.
Aber weiter im Text:

Zwölfjährige läßt sich von Vater eines Mitschüler ein Kind machen!

Ein 40-jähriger Vater aus Australien muß ins Gefängnis. Er hatte eine mehrmonatige Affäre mit einer Zwölfjährigen – und jetzt bekommt sie ein Kind von ihm!

Der Mann gab vor Gericht zu, sich in die Zwölfjährige verliebt zu haben. Er hatte das Mädchen und ihren elfjährigen Sohn regelmäßig mit dem Auto zur Schule gefahren. Später traf sich das ungleiche Paar einmal pro Woche, bei ihren intimen Treffen verzichteten sie auf Verhütung. Ein Schwangerschaftstest bestätigte den Verdacht, daß das Mädchen mit zwölf Jahren schon Mutter wurde.
Der Vater des Mädchens zeigte sich vor Gericht geschockt, er war mit dem Angeklagten befreundet. Nun wirft er dem 40-Jährigen vor, seiner Tochter die Kindheit geraubt zu haben, diese finde sich nämlich nur schwer in die Rolle als Mutter ein.“

Was denkt ihr?  Ist hier Mitleid mit dem „armen Vater“ angesagt weil er ins Gefängnis muß? Es war ja ein einvernehmliches Zusammensein, oder?  Oder ist es schlicht Mißbrauch und gehört härtest bestraft? Darf das Mädchen noch abtreiben?  Oder soll sie ein Leben lang für das Kind da sein müssen, obwohl sie gar nicht Mutter werden will?
Und wenn ihr dann zu einem Ergebnis gekommen seid, dann dreht in Gedanken die Geschlechter um und öffnet diesen Link: 40-Jähriger im Knast

 

Interessant was? Jetzt wird das Bild auf einmal anders. Auf einmal wird einem bewußt, was Geschlecht in der Beurteilung von Texten für eine Rolle spielt.  Auf einmal sehen viele von uns die Situation ganz anders. Aber für das Kind ist es nicht anders. Das Kind wurde mißbraucht und soll jetzt ein Leben lang für ein Kind der vergewaltigenden Person da sein.  Wieso machen wir diese Unterschiede? Warum gestatten wir einem Geschlecht, daß es sich von so einer Last befreien kann, daß andere soll aber dafür im wahrsten Sinne des Wortes dafür zahlen. Weil das Ungebohrene nichts dafür kann? Ach und im gegenteiligen Fall schon, oder wie? Und dieser Fall ist nicht nur irgendwo auf der anderen Seite der Erde vorgekommen, sondern das ist auch hier bei uns schon passiert.  Ein sexueller Missbrauch der als „Verbotene Liebe“ tituliert wurde. Und das ist nur ein Beispiel, es gibt viele.

Es ist ein ungeheuerlicher Skandal wie hier von Medien Doppelmoral betrieben wird. Es ist eine unglaubliche Frechheit, wie hier Täter zu Opfern und Opfer zu Tätern gemacht wird. Gleichberechtigung hat für alle mißbrauchten Kinder zu gelten.  Wenn Mädchen das Resultat eines Mißbrauchs durch einen Mann loswerden dürfen, dann hat dies auch für Buben gelten die von Frauen mißbraucht werden.  Das Recht hier eine Abtreibung erzwingen zu dürfen ist das gleiche Recht, wie für eine weibliche Person die Leibesfrucht abtreiben zu lassen, aufgrund so eines Verbrechens.
Es ist allerhöchste Zeit für männliche Kinder Partei zu ergreifen, denen eine lebenslange ungewollte Verantwortung aufgezwungen werden soll.

Für ein faires Miteinander Gerhard Kaspar

Ihre illegale Liebschaft brachte den 40-Jähriger für mindestens drei Jahre hinter Gitter.
Bildquelle: http://www.berliner-kurier.de/panorama/40-jaehrige-im-knast-zwoelfjaehriger-schwaengert-mutter-einer-mitschuelerin,7169224,31346874.html

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