Kein Halbe/Halbe! Regierung bleibt bei Sorgemutter-Ernährervater Modell

Kein Halbe/Halbe! Regierung bleibt beim Sorgemutter/Zahlvater-Modell!

Unsere Familienministerin Karmasin möchte einen fairen „Partnerschaftsbonus“ in einer bestehenden Beziehung einführen. Allerdings scheint sie auf erbitterten Widerstand von Heinsch-Hosek und Co. aus der SPÖ sowie aus den eigenen Reihen gestoßen zu sein. Eigentlich war zu erwarten, dass, wenn schon großzügig der Prozentanteil der Beteiligung für die Inanspruchnahme nach oben geschraubt wird, dann ein 50/50 im Sinne einer modernen gleichberechtigten Partnerschaft vereinbart worden wäre. Aber das war nicht der Fall. Es wurde 60% Mutter/40% Vater. Warum das so sein soll, bleibt völlig unklar.
Die wahrscheinlichste Erklärung ist, dass damit gesichert werden soll, dass in keinem Fall ein Halbe/Halbe-Modell tatsächlich entstehen darf, da dies für die Obrigkeit finanziell unattraktiv ist. Somit bleibt es, auch im Falle einer Trennung, für die Richterschaft weiterhin Standard, der Mutter die Kinder zu geben, den Unterhaltstransfer zu ihr durchzuführen und über die Gewohnheitsregel ihr die Hauptobsorge zu übertragen. So gesehen wird die tatsächliche Durchführung eines 50/50-Modells bei einem Auseinandergehen der Eltern erheblich erschwert, da nach wie vor nur ein Elternteil, meistens die Mutter, mit der Hauptlast der Kinderbetreuung beauftragt wird.
Da alles (fast) beim Alten bleibt, kann das Frauenministerium auch weiterhin Werbung verbreiten, in der Männern generell unterstellt wird, dass sie keine Lust auf Karenz hätten und unverantwortlich die Mütter im Stich ließen. Man fordert zwar Halbe/Halbe, es bleibt aber bloß bei einem Lippenbekenntnis. Heuchelei, als Markenzeichen der jetzigen Koalition. Ich fordere daher die Ministerin Karmasin auf, nicht auf halbem Wege stehen zu bleiben und für ein wirkliches Halbe/Halbe zu sorgen. Sowohl während der Beziehung als auch danach. #fairist5050

Höchste Zeit, endlich Partei für die Karenzväter zu ergreifen. Höchste Zeit für einen Wechsel in der Familien- und Geschlechterpolitik.

Für ein faires Miteinander  Gerhard Kaspar

Hinweise:
http://orf.at/stories/2295810/
https://www.parlament.gv.at/SEC/Zustimmen.shtml?inr=66&ityp=BI&gpCode=XXV
https://i0.wp.com/media05.regionaut.meinbezirk.at/2015/02/20/8015904_web.jpg

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